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In Hörweite vom Karlsplatz
Die jährliche Jugendkultur-Kundgebung mit dem
Namen Free Republic hat heuer Schwierigkeiten: die Polizei hat den Aufmarsch
am Karlplatz nicht genehmigt. Die Organisatoren sprechen von Zensur und
versprechen einen Ersatzort "in Hörweite des Karlsplatzes".
Unpolitischer Störenfried?
Den Organisatoren der Free Republic (IG-Kultur,
Public Netbase, ÖH) wurde erklärt, dass die Soundpolitisierung
nicht erwünscht sei. "Aus Rücksicht auf die umliegende
Hochkultur" - gemeint sind Musikverein und Staatsoper - wurde die
Kundgebung nicht genehmigt. Geplant sind Proteste gegen Bildungs- und
Solzialabbau. Ausserdem wurde "angedroht" - so zu lesen auf
der Homepage -, dass der politische Anspruch rückwirkend abgesprochen
werden könnte. Für die Organisatoren ein Stück Repression
und Zensur.
"Wir lassen uns nicht verdrängen"
Dass die Jugend das Gefühl bekommt in Wien
"immer mehr aus den öffentlichen Räumen verdrängt"
zu werden, formuliert Brigitte Schröpel, Geschäftsführerin
der IG Kultur Wien. Konrad Becker, von der Public Netbase protestiert:
"Wir werden uns keinesfalls aus dem Zentrum verdrängen lassen",
will die Netbase doch aus dem Zwischenquartier in der Burggasse auf den
Karlsplatz ziehen (wienweb berichtete).
Info-Hotline
Für alle Teilnehmer und Interessierten wurde
die Hotlien 0699/10668470 eingerichtet: hier wird über den aktuellen
Stand informiert. Eines ist den Organisatoren gewiss: "Wir werden
in Hörweite des Karlsplatzes anzutreffen sein". (pr)
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